Der Koch und Gastwirt Eduard Sacher (1843-1892) konnte bereits auf ein bewegtes Berufsleben blicken, das ihn vom Palais Schwarzenberg über die Konditorei Demel nach Lyon, Paris und London führte. Nach Wien zurückgekehrt, eröffnete er zunächst in Döbling sein eigenes Restaurant, bevor er ein Lokal im Palais Todesco übernahm. Zusätzlich betrieb er das Lokal am Konstantinhügel im Prater und Buffets auf der Weltausstellung 1873.

Das Hotel Sacher am Albrechtsplatz in Wien. Österreich. Photographie. Um 1919. © APA-Images / brandstaetter images / Archiv Dr. Samsinger
Als das Kärnthnerthor-Theater, hinter der Hofoper, abgerissen wurde, errichtete man an dessen Stelle Eduard Sacher‘s Hôtel de l’Opera, welches 1876 eröffnet wurde. Mit seiner zweiten Frau Anna, die mit ihrer markanten Persönlichkeit zu einer Legende der Wiener Gesellschaft wurde, machte Eduard Sacher das Haus zu einem der führenden Hotels in Wien. Nach Eduards Tod führte Anna das Hotel mit ihrem Schwiegervater Franz Sacher, welcher als Erfinder der Sachertorte gilt, unter dem Namen Hotel Sacher weiter. Nach Anna Sachers Tod geriet das Hotel in finanzielle Schwierigkeiten und wurde 1934 von der Familie Gürtler erworben, die es bis heute führt.
(Quelle: APA-Images Newsletter)





