Arbeitstreffen zur FaMI-Ausbildung in Berlin

Am 28.06.2016 fand in der Bildagentur bpk ein 2. Arbeitstreffen der FaMI-Ausbildungsleitungen statt mit Vertretern der Louise-Schroeder-Schule (Berufsschule), Vertretern aus der Bildagentur bpk und ullstein bild sowie Mathias Jahn vom BVPA. Bei einem ersten Treffen im Januar dieses Jahres, das von der Berufsschule initiiert wurde, standen die seit einigen Jahren rückläufigen Ausbildungszahlen bei der FaMI-Ausbildung Fachrichtung Bild im Fokus. Der Berufsschule ging es um eine stärkere Rhythmisierung des Ausbildungsbeginns für alle neuen FaMI-Auszubildenden im Sommer 2017. Eine Umfrage des BVPA unter den Berliner Agenturen hatte im April 2016 ergeben, dass bis auf die Bildagentur bpk und ullstein bild die meisten Agenturen nur noch bedarfsgerecht ausbilden und das in großen zeitlichen Abständen.

Im 2. Arbeitstreffen ging es nun darum, gemeinsam zu überlegen, welche Möglichkeiten es gibt, die FaMI-Ausbildung zu generalisieren, was von vielen Praxisvertretern begrüßt wird, um damit eine höhere Attraktivität und vor allem auch Flexibilität für den Arbeitsmarkt zu schaffen. Es zeigte sich, dass die FaMI-Ausbildung bereits sehr breit aufgestellt ist und medienübergreifend Wissen in der Berufsschule vermittelt wird.

Von Seiten der Praxisvertreter wäre eine vertiefte Behandlung von bestimmten Schwerpunkten im Unterricht der einzelnen Fächer wünschenswert. Dazu gehören vor allem: anwendungsbezogene Behandlung von Urheberrecht, Leistungsschutzrecht, Markenrecht, Recht am eigenen Bild; Kundenberatung und Recherche in Verbindung mit rechtlichen Fragen (auch telefonisch); begründete Bildauswahl für unterschiedliche Zwecke und Zielgruppen; Übungen mit Photoshop; Vermarktung von Fotos; Werbestrategien und –instrumente; Statistik, Reporting, Tracking.

Herr Jahn vom BVPA bot an, bei der Vermittlung von speziellen Inhalten wie dem Urheberrecht, BVPAexperts anzusprechen, die möglicherweise bereit sind, einmal im Jahr in der Berufsschule einen Vortrag für die Auszubildenden zu halten. Darüberhinaus würde der BVPA Werbemaßnahmen für den FaMI-Beruf unterstützen, wenn diese von der Berufsschule initiiert werden. Die Vertreter der Bildagentur bpk und ullstein bild sind offen für jährliche Exkursionen der FaMI-Auszubildenden, um vor Ort die Aufgaben und Funktionsweise einer Bildagentur kennenzulernen.

Konsens war, dass die FaMI-Ausbildung eine gute und auf dem Arbeitsmarkt auch nachgefragte Ausbildung ist, allerdings immer noch zu wenig bekannt ist sowohl bei den Auszubildenden als auch bei den potentiellen Arbeitgebern, weshalb eine Bewerbung der Ausbildung mit Hilfe gezielter Werbemaßnahmen als sehr sinnvoll gesehen wird. Ebenso wurde von den Praxisvertretern und den Vertretern der Berufsschule signalisiert, dass ein regelmäßiger Austausch über die sich verändernden Bedürfnisse und Spielräume der Ausbildung sehr konstruktiv ist und einmal jährlich stattfinden sollte.

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