Berlin, 26.06.2026 – Der BVPA hat ein Positionspapier zum Umgang mit KI-generierten und manipulierten Bildern veröffentlicht. Es formuliert zentrale Positionen der professionellen Bildanbieter und dient als Grundlage für den Dialog mit Verlagen und Bildredaktionen zu Qualitätssicherung und Transparenz im Zeitalter der KI.
Künstliche Intellligenz wirft für die Bildbranche eine Vielzahl neuer rechtlicher, technischer und wirtschaftlicher Fragen auf. Dazu gehören unter anderem die Erstellung und Nutzung von Datensätzen für das Training von KI-Systemen, urheberrechtliche Fragestellungen, Vergütungsmodelle, Transparenz- und Kennzeichnungspflichten sowie die praktische Anwendung KI-gestützter Tools in der Erstellung, Bearbeitung und Verbreitung visueller Inhalte.
Der Bundesverband professioneller Bildanbieter e.V. (BVPA) wird sich in unterschiedlichen Formaten, Arbeitsgruppen und Gesprächen mit den vielfältigen Auswirkungen auseinandersetzen. Ziel ist es, die Interessen professioneller Bildanbieter zu vertreten, Orientierung zu schaffen und die Diskussion mit Politik, Wirtschaft und Medien konstruktiv mitzugestalten.
Hintergrund des Positionspapiers
Das vorliegende Positionspapier (PDF) konzentriert sich auf einen Teilbereich dieser Debatte: das Verhältnis zwischen professionellen Bildanbietern und ihren Kunden aus dem Presse- und Medienbereich. Auslöser waren die Diskussionen um KI-generierte bzw. manipulierte Bilder, die in einzelnen Fällen ihren Weg in die redaktionelle Berichterstattung gefunden haben, sowie die daraus entstandenen Fragen zur Qualitätssicherung, Verifikation und Verantwortung entlang der publizistischen Liefer- und Veröffentlichungskette.
Vor diesem Hintergrund hat der BVPA einen Branchendialog initiiert. An dem Austausch am 5. Juni 2026 nahmen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Mitgliedsagenturen teil. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen, neue technische Risiken zu bewerten und gleichzeitig praktikable, wirtschaftlich und technologisch tragfähige Verfahren zur Sicherung der Glaubwürdigkeit visueller Berichterstattung zu entwickeln.
Auf Grundlage dieses Austauschs sowie der anschließenden Beratungen im BVPA-Vorstand wurde das beigefügte Positionspapier erarbeitet und in einem Abstimmungsprozess weiterentwickelt.
Das Dokument versteht sich ausdrücklich nicht als abschließende Antwort auf alle Fragen rund um KI und Bildauthentizität. Vielmehr soll es eine gemeinsame Grundlage für die Positionierung der Branche schaffen und den Austausch mit unseren Kunden unterstützen.
Der BVPA wird das Papier als Orientierung für geplante Gespräche mit Bildredaktionen und weiteren Bildkunden nutzen. Zugleich soll es den Mitgliedern helfen, die Positionen des Verbandes gegenüber Kunden, Partnern und anderen Marktteilnehmern nachvollziehbar zu vertreten.
Wir danken allen Beteiligten für ihre Mitwirkung und freuen uns, wenn Sie die Positionierung des Verbandes aktiv unterstützen und die darin formulierten Anliegen in Ihren Gesprächen und Netzwerken aufgreifen.
Über den Bundesverband professioneller Bildanbieter (BVPA)
Der Bundesverband professioneller Bildanbieter (BVPA) wurde 1970 in Berlin als Interessenvertretung für deutsche Pressebild-Agenturen und Bildarchive gegründet. Heute ist der BVPA führende Instanz in Deutschland und dem europäischen Raum für alle Fragen rund um visuelle Inhalte und vertritt kleine und große Bildanbieter in ganz Europa. Der Verband repräsentiert außerdem die Interessen von Unternehmen, die bildagenturnahe Services anbieten, z.B. technische und juristische Dienstleistungen wie Keywording, Rechteverfolgung und Vertrieb.
Kontakt BVPA
BVPA | Mathias Jahn | Geschäftsstellenleitung
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