Eine aktuelle Studie der Hochschule Hannover zeigt: Immer mehr Medien planen den Einsatz von KI-generierten Bildern, während zugleich Risiken und der Bedarf an klaren Richtlinien steigen. Die Ergebnisse werden im Rahmen der Visuals Conference powered by PICTA am 22.–23. April 2026 in Hamburg vorgestellt.
Die Nutzung Künstlicher Intelligenz im Bildermarkt nimmt deutlich zu – gleichzeitig wachsen die Herausforderungen im Umgang mit visueller Glaubwürdigkeit und Verantwortung. Das zeigen erste Ergebnisse einer aktuellen Studie der Arbeitsgruppe „image market – business trends“ am Studiengang Visual Journalism and Documentary Photography der Hochschule Hannover unter Leitung von Prof. Lars Bauernschmitt, durchgeführt in Kooperation mit Branchenverbänden.
Zu der Entwicklung sagt Prof. Bauernschmitt: „Der Anteil der Medien, die künftig KI-generierte Bilder und Videos einsetzen wollen, ist innerhalb eines Jahres deutlich gestiegen – von 46,2 Prozent auf 56,6 Prozent. Parallel dazu plant inzwischen mehr als die Hälfte der befragten Medienhäuser (52,2 Prozent), verstärkt eigenes Bildmaterial mithilfe von KI zu erstellen.
Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse auch die Risiken dieser Entwicklung: So ist der Anteil der Medien, die bereits unbeabsichtigt KI-generierte Inhalte veröffentlicht haben, von 18,6 auf 23,6 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Relevanz von Fragen rund um Authentizität, Kennzeichnung und redaktionelle Sorgfalt.
Zugleich zeigt die Studie ein steigendes Problembewusstsein in der Branche: Während im Jahr 2025 noch 38,6 Prozent der Befragten über interne Richtlinien zur Nutzung von KI-Tools verfügten, sind es inzwischen 55,7 Prozent. Der Bedarf an klaren Standards und Orientierung im Umgang mit KI-generierten Inhalten wächst damit spürbar.“
Die vollständigen Studienergebnisse werden in der kommenden Woche veröffentlicht. Einblicke und eine Einordnung der Entwicklungen erfolgen im Rahmen der Visuals Conference powered by PICTA am 22. und 23. April 2026 in der Factory Hammerbrooklyn.
Im Panel „Wie KI das Miteinander von Bildagenturen, Fotografen und Medien verändert“ diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis und Branche die zentralen Ergebnisse der Studie sowie deren Auswirkungen auf Geschäftsmodelle, Arbeitsprozesse und die Zukunft visueller Kommunikation.
Die Visuals Conference bietet damit eine Plattform, um aktuelle Entwicklungen im Bildermarkt nicht nur zu analysieren, sondern auch gemeinsam mit Akteuren aus Medien, Kreativwirtschaft, Technologie und Recht einzuordnen. Im Fokus stehen dabei insbesondere Fragen der visuellen Glaubwürdigkeit, der Umgang mit Desinformation sowie rechtliche Rahmenbedingungen wie Urheberrecht und Kennzeichnungspflichten.
Weitere Informationen zur Konferenz: www.visuals2026.org
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